Taschengeldtabelle 2020 – Wieviel Taschengeld für Kinder?

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Die Taschengeldtabelle 2020 gibt eine Empfehlung, wie viel Taschengeld für Kinder in welchem Alter angemessen ist. Mit dem Taschengeld erlernen Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit Geld und sind erstmals finanziell von den Eltern unabhängig.

von Mami & Papi Redaktion

Was bei der Auszahlung des Taschengeldes zu beachten ist und warum das Taschengeld für die Kindererziehung wichtig ist, erfahren Sie in diesem Artikel. Die Taschengeldtabelle gibt hierbei Orientierungswerte zur Höhe des Taschengeldes.

Warum brauchen Kinder ein Taschengeld?

Das Taschengeld ermöglicht Kindern – unabhängig von dem Geldbeutel der Eltern – kleine Wünsche wie Kino, Eis, Süßigkeiten und Spielsachen sich selbst zu erfüllen. Mit einem monatlichen Taschengeld lernen Kinder in frühen Jahren das Einteilen und das Sparen von Geld. Durch diese Praxiserfahrung, welche Kinder mit dem Taschengeld sammlen, werden Kindern wichtige Werte im Umgang mit Geld vermittelt.

Die Vorteile des Taschengeldes im Überblick:

  • Kinder sammeln im frühen Alter Erfahrungen mit dem Umgang mit Geld
  • Das Einteilen des Geldes auf einen Monat wird erlernt
  • Eigene kleine Wünsche können durch sparen selbst verwirklicht werden
  • Kinder machen die Erfahrung, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann und Prioriäten gesetzt werden müssen
  • Kinder sind für die kleinen Anschaffungen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und können  selbst bezahlen
  • Kinder können von ihrem Taschengeld anderen eine Freude bereiten

Die Auszahlung des Taschengeldes sollte in regelmäßigen Abständen in bar oder per Überweisung auf das Taschengeldkonto stattfinden. Ab 6 Jahren zur Einschulung sollte dem Kind ein eigenes Taschengeldkonto auf der Bank eingerichtet werden. Das Taschengeld des Kindes sollte zur freien Verfügung stehen und nicht für etwa Schulunterlagen, Fahrgeld, Essen oder Kleidung vorgesehen sein – dies würde den Sinn und Zweck des Taschengeldes verfehlen.

Taschengeldtabelle – Wieviel Taschengeld ist angemessen?

Die Taschengeldtabelle stellt eine Empfehlung deutscher Jugendämter dar und gibt lediglich eine Orientierungshilfe für Eltern. Keinesfalls soll diese Tabelle Vorgaben für die Taschengeldhöhe darstellen, es empfiehlt sich umzuhören wieviel gleichaltrige Klassenkameraden oder befreundete Kinder als Taschengeld erhalten. Ebenfalls sollte neben der Taschengeldtabelle betrachtet werden ob und wieviel Taschengeld Patentane und Patenonkel dem Kind zahlen. Dies sollte in die Bemessung des Taschengeldes mit einbezogen werden, sodass kein Neid bei Ihrem Kind aufkommen kann.

Taschengeld muss sich der finanziellen Situation und dem Einkommen der Familie anpassen: Wenn die finanzielle Situation in Ihrer Familie aktuell keine Auszahlung anhand dieser Bemessungsgrundlagen zulässt, erläutern Sie dies sachlich Ihrem Kind. Z.B. „Wir haben jetzt ein Haus gekauft und müssen einen Kredit abbezahlen. Dafür haben wir einen Garten und einen Sandkasten. Mama & Papa müssen jetzt erstmal sparen – sobald wir wieder mehr Geld zur Verfügung haben wirst du auch mehr Taschengeld bekommen.“

Die folgende Taschengeldtabelle basiert auf die Orientierungswerte des Jugendamt Nürnberg:

KindesalterTaschengeld
Unter 6 Jahre1 Euro pro Woche
6 – 7 Jahre2 Euro pro Woche
8 – 9 Jahre3 Euro pro Woche
10 Jahre14 Euro im Monat
11 Jahre16 Euro im Monat
12 Jahre20 Euro im Monat
13 Jahre22 Euro im Monat
14 Jahre25 Euro im Monat
15 Jahre30 Euro im Monat
16 Jahre35 Euro im Monat
17 Jahre45 Euro im Monat
18 Jahre70 Euro im Monat

Spätestens zur Einschulung Ihres Kindes sollten Sie Taschengeld auszahlen. In der Grundschule lernen Kinder das Rechnen und können sich am praktischen Umgang mit Geld üben. Mit einer jährlichen Erhöhung des Taschengeldes wächst auch der verantwortungsvolle Umgang mit dem Geld.
Taschengeldtabelle

Welche Einschränkungen darf ich beim Taschengeld machen?

Den Kindern sollte freie Hand bei der Ausgabe des Taschengeldes gewährt werden. Keine Verpfichtungen, keine Vorhaltungen! Sicherlich wird Ihr Kind, aus Ihrer Sicht unnötige Anschaffungen machen. Wichtig ist es, dem Kind nicht in die Entscheidungen reinzureden und nicht die Einkäufe des Kindes negativ zu bewerten. Wenn es gerne 1 Jahr lang für sein Wunschspielzeug sparen möchte ist dies ebenso in Ordnung, wie das Geld innerhalb des ersten Tages im Monat auszugeben. Das Kind muss Sparen lernen ebenso wie es lernen muss sich das Geld einzuteilen. Zum Sparen verpflichten sollten Sie Ihr Kind allerdings nicht.

Taschengeldentzug als Strafe – Geldzuschuss als Belohnung

Auf keinen Fall sollte das Taschengeld als Strafe entzogen werden, genauso wenig verzögert ausgezahlt werden. Kinder müssen lernen das Geld sich einzuteilen – der komplette „Haushalts- und Sparplan“ der Kleinsten würde so über den Haufen geschmissen werden. Auch ein Zuschuss als Belohnung würde kontraproduktiv wirken. Natürlich können unabhängig vom Taschengeld Leistungen wie ein gutes Zeugnis oder Hilfe im Garten etc. belohnt werden, doch diese sollten nicht als „Taschengeld“ bezeichnet werden.
Fazit: Erfüllen Sie nicht jeden noch zu kleinen Wunsch Ihrem Kind –  geben Sie Ihrem Kind Möglichkeiten das Taschengeld auszugeben (wie erwähnt nicht bei Kleidung, Essen etc.). Mit der Taschengeldtabelle als Grundlage zur Bemessung des Taschengeldes und mit der Beherzigung der Tipps, wird Ihr Kind den Umgang mit Geld erlernen und meistern.

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