Weihnachtsgedichte für Kinder

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Weihnachten steht vor der Tür: Mit einem Weihnachtsgedicht bringen Sie sich und Ihre Familie so richtig in Weihnachtsstimmung. Hier finden Sie die schönsten Weihnachtsgedichte die sich zum Vorlesen oder Aufsagen für Kinder eignen.

von Mami & Papi Redaktion

Viel Spaß beim Vorlesen der Weihnachtsgedichte und ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest wünscht das Mami & Papi-Team!

Adventsgedicht


Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst ein, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.
 
Kinder ergänzen oft:
Und wenn die fünfte Kerze brennt,
dann hast du Weihnachten verpennt!
 

Das Weihnachtsgedicht wird in Kindergärten und Grundschulen gesungen und vorgetragen.

 

Knecht Ruprecht


Knecht Ruprecht
Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?
Stipp-stapp, stipp-stapp und huckepack
Knecht Ruprecht ist’s mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sack drin?

Äpfel, Mandeln und Rosin‘
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss‘ fürs gute Kind;
die andern, die nicht artig sind,
die klopft er auf die Hosen.
 

Martin Boelitz (1874-1918)

 

Weihnachten


Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so friedlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderlich beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt´s wie wunderbares Singen –
o du gnadenreiche Zeit!
 

Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

 

Weihnachtszeit


O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen.

Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!

 
Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

 

Verse zum Advent


Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

 
Theodor Fontane (1819-1898)

 

Die heiligen drei Könige aus Morgenland


Die heil’gen drei Kön’ge aus Morgenland,
Sie frugen in jedem Städtchen:
„Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?“

Die Jungen und Alten, sie wußten’s nicht,
Die Könige zogen weiter;
Sie folgten einem goldenen Stern,
Der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,
Da sind sie hineingegangen;
Das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
Die heiligen drei Könige sangen.

 

Dichter Heinrich Heine (1797 – 1856)
Komponist Richard Strauss (1864 – 1949)

 

Das Weihnachtsbäumlein


Es war einmal ein Tännelein
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
Das war am Weihnachtsfest so grün
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stands im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden,
die grünen Nadeln war’n verdorrt,
die Herzlein und die Kerzlein fort.

Bis eines Tags der Gärtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm –
Hei! Tats da sprühn und funkeln!
Und flammte jubelnd himmelwärts
in hundert Flämmlein an Gottes Herz.

 
Christian Morgenstern (1871 – 1914), Deutscher Dicher und Übersetzer

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